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Leichte Sprache

Kurze Definition

Leichte Sprache ist eine vereinfachte Form der deutschen Sprache mit klaren Regeln für Satzbau, Wortschatz und Layout – sie macht Inhalte für Menschen mit kognitiven Einschränkungen zugänglich.

Ausführliche Erklärung

Leichte Sprache folgt einem definierten Regelwerk, das von Verbänden wie Inclusion Europe entwickelt wurde. Kurze Sätze, aktive Formulierungen, keine Fremdwörter, konkrete statt abstrakte Begriffe, große Schrift, viel Weißraum – das sind die Grundprinzipien. Ziel ist es, Texte und Kommunikation für Menschen mit Lernschwierigkeiten, Leseschwäche oder eingeschränkten Deutschkenntnissen verständlich zu machen.

Bei Veranstaltungen kann Leichte Sprache an verschiedenen Stellen eingesetzt werden: in Einladungsunterlagen und Programmen, bei Live-Moderationen, in digitalen Konferenzapps oder als Zusatzangebot neben der Standardkommunikation. Professionelle Übersetzungen in Leichte Sprache werden von ausgebildeten Fachkräften erstellt und idealerweise von der Zielgruppe selbst geprüft.

Leichte Sprache ist kein Ersatz für andere Barrierefreiheitsmaßnahmen, sondern eine Ergänzung. Sie richtet sich an eine andere Zielgruppe als Gebärdensprachdolmetschen oder Audiodeskription – gemeinsam ergeben alle Maßnahmen ein inklusives Gesamtkonzept.

Relevanz im Themenbereich

Leichte Sprache gewinnt bei öffentlichen Veranstaltungen und Behördenkommunikation an Bedeutung. Sie ist Teil eines umfassenden Inklusionskonzepts für Konferenzen und Events.

Praxisbeispiel

Eine Bundesbehörde veranstaltet eine öffentliche Informationsveranstaltung und bietet neben dem Standardprogramm eine Version in Leichter Sprache an – als gedrucktes Programm, als App-Inhalt und in der Moderation der Veranstaltung.

Verwandte Begriffe

Barrierefreie Veranstaltungen, Audiodeskription, Gebärdensprach-Dolmetschen, Live-Untertitelung, Inklusion