Kurze Definition
Dolmetschung ist der Oberbegriff für den gesamten Prozess der mündlichen Sprachübertragung durch einen Dolmetscher – unabhängig von der gewählten Methode.
Ausführliche Erklärung
Der Begriff „Dolmetschung" klingt auf den ersten Blick sperrig, ist aber fachlich präzise. Er beschreibt nicht eine einzelne Technik, sondern den Gesamtvorgang: Ein Dolmetscher nimmt eine sprachliche Aussage in einer Ausgangssprache entgegen und gibt sie in einer Zielsprache wieder – mündlich, in Echtzeit oder zeitversetzt.
Der Begriff grenzt sich bewusst von „Übersetzung" ab, die schriftlich erfolgt. Dolmetschung ist immer mündlich – ob simultan in der Kabine, konsekutiv am Konferenztisch oder flüsternd neben dem Zuhörer. Die Dolmetschung umfasst dabei nicht nur die reine Sprachübertragung, sondern auch Intonation, Tempo und den kommunikativen Kontext.
In der Praxis begegnet der Begriff vor allem in formellen Kontexten: Verträgen mit Dolmetschern, Ausschreibungen, Normen (z. B. DIN EN ISO 20109) und offiziellen Dokumentationen. Wer ihn kennt, kommuniziert in diesen Kontexten präziser.
Relevanz im Themenbereich
Als Oberbegriff strukturiert „Dolmetschung" das gesamte Feld der mündlichen Sprachübertragung und ist in normativen und vertraglichen Dokumenten unverzichtbar.
Praxisbeispiel
In einem Dienstleistungsvertrag zwischen einer Eventagentur und einem Dolmetscherteam wird der Leistungsumfang als „simultane Dolmetschung in vier Sprachen über zwei Veranstaltungstage" definiert.
Verwandte Begriffe
Simultandolmetschen, Konsekutivdolmetschen, Dolmetscherarten, Verdolmetschung, Übersetzung