kontakt@the-cue.group 0800 011 0012
Vermietung

DIN 8578 – Konsekutives Ferndolmetschen

Kurze Definition

DIN 8578:2021-11 ist die deutsche Norm „Konsekutives Ferndolmetschen – Anforderungen und Empfehlungen" und beschreibt Grundlagen, Technik und Qualität für das konsekutive Dolmetschen aus der Ferne.

Ausführliche Erklärung

DIN 8578 entstand im Zuge der wachsenden Bedeutung des Ferndolmetschens und ist die erste Norm speziell zum konsekutiven Ferndolmetschen. Sie behandelt überwiegend gesprochene Sprache und richtet den Blick auf dialogische, im Kern bilaterale Kommunikationssituationen, bei denen Dolmetscher per Kommunikationstechnik zu einer Präsenzveranstaltung zugeschaltet werden – etwa wenn vor Ort keine qualifizierte Person für die benötigte Sprachkombination verfügbar ist.

Inhaltlich setzt die Norm Mindestanforderungen an die Qualität der Übertragung sowie an die Arbeitsbedingungen, die ein gutes konsekutives Ferndolmetschen erst ermöglichen. Damit ergänzt sie die ISO-Normen für das Simultandolmetschen (20108, 20109, 24019), die das Konsekutive nicht im Detail abdecken. In Anwendungsfeldern wie Justiz, Gesundheits- und Gemeinwesen ist sie ein wichtiger Bezugspunkt.

Relevanz im Themenbereich

DIN 8578 schließt eine Lücke: Sie gibt dem konsekutiven Ferndolmetschen einen normativen Rahmen – wichtig überall dort, wo nicht simultan, sondern abschnittsweise und aus der Ferne gedolmetscht wird.

Praxisbeispiel

Bei einer Gerichtsverhandlung wird ein Dolmetscher per Videoverbindung konsekutiv zugeschaltet. Das Gericht orientiert sich an DIN 8578, um Tonqualität und Arbeitsbedingungen normgerecht sicherzustellen.

Verwandte Begriffe

Remote Interpreting, Verhandlungsdolmetschen, ISO 20108, ISO 24019, Übertragungstechnik