Kurze Definition
Video Conference Interpreting bezeichnet das Dolmetschen in einer Videokonferenz, bei der Teilnehmer und meist auch der Dolmetscher über Bild und Ton verbunden sind.
Ausführliche Erklärung
Beim VCI findet die Kommunikation in einer Videokonferenz statt – mit dem entscheidenden Plus gegenüber rein audiobasierten Formaten: Der Dolmetscher sieht Mimik, Gestik und oft die Folien. Dieser visuelle Kontext erleichtert das Verständnis erheblich und verbessert die Qualität gegenüber ACI/TCI deutlich.
VCI beschreibt eher die Konferenzsituation (alle in einer Videokonferenz), während VRI den Remote-Standort des Dolmetschers betont; in der Praxis überschneiden sich die Begriffe. Entscheidend für gutes VCI sind eine stabile Verbindung, niedrige Latenz, saubere Tontrennung und ein brauchbares Kamerabild von Rednern und Präsentation. Für simultanes Arbeiten kommen Plattformen mit Dolmetschfunktion oder dedizierte RSI-Lösungen zum Einsatz; ISO 24019 und 20108 setzen die Qualitätsmaßstäbe.
Relevanz im Themenbereich
VCI ist das heute übliche Format mehrsprachiger Online-Meetings. Das Videobild macht es den rein audiobasierten Varianten überlegen – bleibt aber von der Verbindungsqualität abhängig.
Praxisbeispiel
Ein internationales Gremium tagt per Videokonferenz in drei Sprachen. Die Dolmetscher sehen das Bild der Rednerinnen und deren Folien und übertragen simultan über die Dolmetschfunktion der Plattform.
Verwandte Begriffe
Video Remote Interpreting (VRI), Videokonferenz, Remote Interpreting, ISO 24019, ISO 20108