Kurze Definition
Simultantechnik ist die Gesamtheit der Technik, die Simultandolmetschen ermöglicht – Kabinen, Pulte, Steuerung, Sprachverteilung und Empfänger.
Ausführliche Erklärung
Der Begriff fasst alle technischen Komponenten zusammen, die das zeitgleiche Dolmetschen erst möglich machen. Dazu gehören die schallisolierten Kabinen, die Dolmetschpulte, die zentrale Steuerung mit Kanal- und Relaislogik, die Sprachverteilung (per Infrarot oder Funk) und die Empfänger mit Kopfhörern auf Teilnehmerseite. Erst im Zusammenspiel ergibt sich ein funktionierendes System.
In der Praxis wird „Simultantechnik" oft synonym zur Dolmetscheranlage verwendet, betont aber stärker den Anwendungszweck – die Befähigung zum Simultandolmetschen – als die einzelnen Geräte. Wer Simultantechnik plant, denkt in Sprachen und Kabinen: Wie viele Sprachen, wie viele Kabinen, wird Relais nötig, wie viele Empfänger, welche Verteiltechnik passt zum Raum? Die einschlägigen ISO-Normen liefern dafür die Qualitätsmaßstäbe.
Relevanz im Themenbereich
Simultantechnik ist der Werkzeugkasten für mehrsprachige Veranstaltungen. Sie übersetzt den Bedarf „X Sprachen gleichzeitig" in konkrete Geräte und Aufbauten.
Praxisbeispiel
Für eine fünfsprachige Tagung wird die komplette Simultantechnik geplant: fünf Kabinen, zehn Pulte, eine Steuerzentrale, Infrarotverteilung und 300 Empfänger – aufeinander abgestimmt.
Verwandte Begriffe
Dolmetscheranlage, Simultandolmetschen, Dolmetschkabine, Mehrkanalanlage, Steuerzentrale (Dolmetsch)