Kurze Definition
Rückprojektion ist das Projektionsverfahren, bei dem der Beamer hinter der Projektionsfläche positioniert ist und das Bild durch die Fläche hindurch auf den Zuschauer trifft. Sie ermöglicht schattenfreie Darstellungen ohne sichtbaren Projektor vor der Bühne.
Ausführliche Erklärung
Bei der Rückprojektion befindet sich der Projektor hinter einer Spezial-Leinwand oder Rückprojektionsfolie, die das Licht zum Betrachter streut. Der wesentliche Vorteil: Redner können sich vor der Fläche bewegen, ohne das Bild zu verdecken, und der Projektor selbst bleibt für das Publikum unsichtbar.
Rückprojektionsmaterialien haben ein engeres Betrachtungsfenster und geringere Lichttransmission als Aufprojektionsleinwände – typischerweise gehen 40 bis 60 Prozent der Helligkeit durch das Material verloren, was hellere Projektoren erfordert. Ein kritischer Planungsparameter ist der Platzbedarf hinter der Leinwand: Je nach Throw Ratio und gewünschter Bildgröße sind 2 bis 6 Meter Abstand einzuplanen. Periscope-Systeme mit mehrstufigen Spiegeln ermöglichen Rückprojektion auch bei extrem beengten Platzverhältnissen.
Relevanz im Themenbereich
Rückprojektion ist die bevorzugte Methode für Bühnenproduktionen, bei denen Bewegungsfreiheit vor dem Screen ohne Schattenrisiko gefragt ist. Die Planung erfordert spezifisches Wissen über Materialeigenschaften und Platzbedarf.
Praxisbeispiel
Bei einer Preisverleihung werden Auszeichnungen vor einer 6 × 3,5 Meter Rückprojektionsleinwand überreicht. Da sich Preisträger direkt vor der Fläche bewegen, wäre Aufprojektion durch Schattenwurf unmöglich. Hinter der Bühne stehen zwei 12.000-Lumen-Projektoren mit Short-Throw-Optik in nur 3 Metern Abstand.
Verwandte Begriffe
Aufprojektion, Beamer/Projektor, Leinwand, Projektionsabstand/Throw Ratio