Kurze Definition
Die Projektionsfläche ist die Oberfläche, auf die ein Projektor sein Bild wirft. Sie kann eine klassische Leinwand, eine beschichtete Wand, ein Vorhang, eine Gebäudefassade oder ein beliebiges dreidimensionales Objekt sein.
Ausführliche Erklärung
Im weitesten Sinne kann fast jede Oberfläche als Projektionsfläche dienen – von der klassischen Matte-White-Leinwand bis zur Gebäudefassade beim Building Mapping. In der Praxis bestimmen Anforderungen an Bildschärfe, Helligkeit, Betrachtungswinkel und das ästhetische Konzept der Veranstaltung die Wahl.
Professionelle Projektionsflächen umfassen Spannrahmen-Leinwände aus verschiedenen Geweben, Rückprojektionsfolien, Transparentgaze für Geister- und Hologramm-Effekte sowie Architekturflächen für Projektions-Mapping. Bei der Auswahl sind Reflexionseigenschaften (Gain), Oberflächenstruktur, Belastbarkeit und Handhabung bei Transport und Aufbau zu berücksichtigen. Perforierte Leinwände erlauben zudem Beschallung hinter der Fläche ohne hörbare Einbuße.
Relevanz im Themenbereich
Die Projektionsfläche ist neben dem Projektor der wichtigste Faktor für die Bildqualität. Eine sorgfältige Auswahl nach Anwendungsfall und Umgebungslicht ist unverzichtbar für professionelle Ergebnisse.
Praxisbeispiel
Bei einer Produktionshow für ein Modeunternehmen wird eine transparente Softgaze-Fläche (8 × 4 m) eingesetzt. Durch die Halbtransparenz entsteht ein dreidimensionaler Floating-Image-Effekt: Modelle erscheinen hinter der Gaze, Projektionsinhalte überlagern sich mit der realen Bühne.
Verwandte Begriffe
Leinwand, Beamer/Projektor, Aufprojektion, Projektions-Mapping