Kurze Definition
Projektions-Mapping (auch Video Mapping) ist die Technik, Videoinhalte präzise auf unregelmäßige dreidimensionale Oberflächen zu projizieren – von Gebäudefassaden über Fahrzeuge bis zu komplexen Bühnenkonstruktionen.
Ausführliche Erklärung
Beim Projektions-Mapping wird das Bild digital so verzerrt und angepasst, dass es exakt auf die Geometrie der Fläche passt. Dieser Prozess – Warping und Masking genannt – erfolgt über Medienserver-Software, die ein 3D-Modell der Fläche mit dem Videocontent verknüpft. Das Ergebnis sind dreidimensional wirkende Animationen, die die physische Form des Objekts visuell transformieren.
Technisch erfordert Mapping präzise Kalibrierung zwischen Projektor und Oberfläche. Für größere Installationen kommen mehrere Projektoren mit Edge-Blending zum Einsatz; Laserprojektoren sind wegen ihrer Helligkeit und Punktschärfe bevorzugt. Bei Outdoor-Projektionen sind 20.000 bis 50.000 Lumen pro Projektor keine Seltenheit. Die Vorbereitung erfordert genaue 3D-Vermessung der Fläche sowie intensive Kreativ- und Testphasen.
Relevanz im Themenbereich
Projektions-Mapping ist eines der spektakulärsten Werkzeuge hochwertiger Event-Produktion. Es schafft einzigartige, medienwirksame visuelle Erlebnisse, zählt aber auch zu den technisch anspruchsvollsten Disziplinen der Branche.
Praxisbeispiel
Ein Automobilhersteller präsentiert ein neues Modell per Projektions-Mapping: Vier Laserprojektoren beleuchten Karosserie, Motorhaube und Heck auf einem Drehteller. Ein Medienserver spielt Animationen ab, die die Oberfläche in Treibsand, Wasser und Licht transformieren.
Verwandte Begriffe
Medienserver, Beamer/Projektor, Aufprojektion, Videowand