Kurze Definition
Eine Projektionsleinwand ist die Fläche, auf die das Bild eines Projektors geworfen wird. Im Veranstaltungsbereich kommen Aufprojektions-, Rückprojektions- und Rahmenleinwände in verschiedenen Formaten und Gewebespezifikationen zum Einsatz.
Ausführliche Erklärung
Leinwände werden nach Anwendungstyp, Formatverhältnis und Gewebeeigenschaft unterschieden. Aufprojektionsleinwände reflektieren das Licht zum Publikum; Rückprojektionsleinwände lassen es durch die Fläche hindurch. Der Gain-Wert beschreibt die Reflexionsstärke: Ein Gain von 1,0 entspricht einer standardisierten weißen Fläche, Hochgain-Gewebe verstärken die Helligkeit in einem engen Betrachtungswinkel.
Leinwände sind manuell aufrollbar, elektrisch motorisiert oder rahmenstabilisiert erhältlich. Für große Events kommen Spannrahmenkonstruktionen aus Aluminiumprofilen zum Einsatz, die Breiten von 4 bis über 20 Metern realisieren. Curved-Leinwände ermöglichen panoramische Projektion für immersive Bühnenerfahrungen.
Relevanz im Themenbereich
Die Leinwand ist ein oft unterschätztes Element der Projektionskette. Falsches Gewebe oder mangelhafte Spannung mindern die Bildqualität erheblich, selbst bei hochwertigem Projektor und Signal.
Praxisbeispiel
Für eine Kongressveranstaltung wird eine 7 × 4 Meter Spannrahmen-Leinwand im 16:9-Format mit Matt-White-Gewebe (Gain 1,0) aufgebaut. Die breite Betrachtungswinkelcharakteristik sorgt auch in den Randreihen für gleichmäßige Helligkeit.
Verwandte Begriffe
Beamer/Projektor, Aufprojektion, Rückprojektion, Projektionsfläche