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LED-Wall

Kurze Definition

Eine LED-Wall ist eine modulare Displaytechnologie aus selbst leuchtenden LED-Modulen, die zu nahezu beliebig großen Flächen zusammengesetzt werden kann. Sie zeichnet sich durch hohe Helligkeit, weite Betrachtungswinkel und flexible Formate aus.

Ausführliche Erklärung

Anders als bei klassischer Projektion erzeugt eine LED-Wall ihr Bild direkt über leuchtende Dioden – ganz ohne Projektionsabstand oder Leinwand. Die einzelnen Kabinette messen meist 500 × 500 mm oder 500 × 1000 mm und lassen sich zu fast jeder Fläche kombinieren. Entscheidend für die Bildqualität ist der Pixelabstand: Werte von 1,5 bis 2,9 mm eignen sich für nahe Betrachtung in Innenräumen, ab 3,9 mm für größere Distanzen ab etwa vier bis sechs Metern.

Mit Helligkeiten zwischen 800 und über 6.000 Nit funktionieren LED-Walls auch in hell beleuchteten Hallen oder im Freien – Bereiche, in denen klassische Projektoren an ihre Grenzen stoßen. Hoher Kontrast, Betrachtungswinkel über 170° und die Möglichkeit gebogener oder mehrteiliger Flächen runden das Bild ab. Betrieben werden LED-Walls über einen Videocontroller mit Sending- und Receiving-Cards; bei komplexen Setups steuert ein Medienserver die Inhalte.

Relevanz im Themenbereich

LED-Walls sind das visuell dominierende Element moderner Veranstaltungen und haben die klassische Projektion in vielen Bereichen abgelöst. Sie ermöglichen kreative Bühnenkonzepte, die technisch früher nicht realisierbar waren.

Praxisbeispiel

Für ein Konzert wird eine geschwungene LED-Wand in L-Form mit 14 × 5 Metern aufgebaut. Der Pixelabstand von 3,9 mm passt zum minimalen Betrachtungsabstand von 5 Metern. Ein Medienserver spielt die Show-Inhalte ab und erlaubt spontane Live-Manipulationen durch den VJ.

Verwandte Begriffe

Videowand, Medienserver, Signalmanagement, Videomischer, Pixelabstand