Kurze Definition
ISO 2603:2016 legt die Anforderungen an fest eingebaute (ortsfeste) Dolmetschkabinen fest – von Schalltrennung über Maße bis zu Sicht, Licht und Belüftung.
Ausführliche Erklärung
ISO 2603 trägt den Titel „Simultaneous interpreting – Permanent booths – Requirements" und richtet sich an alle, die dauerhaft in Gebäude eingebaute Kabinen planen, bauen oder renovieren – Architekten, Planer, Betreiber und Dolmetscher. Die Norm sorgt dafür, dass die Kabine drei Kernziele erfüllt: akustische Trennung der Sprachen ohne gegenseitige Störung, zuverlässige Zweiwege-Kommunikation zwischen Kabine und Saal sowie ein komfortables Arbeitsumfeld für die konzentrationsintensive Dolmetscharbeit.
Konkret macht sie Vorgaben zu Schalldämmung und -absorption, zu Kabinenmaßen für zwei oder mehr Dolmetscher, zu Beleuchtung, Heizung und Belüftung sowie zur Lage im Konferenzraum – mit gutem Sichtkontakt zu Rednern und Leinwand und ohne störenden Lärm. Gemeinsam mit ISO 20108 (Bild-/Tonqualität) und ISO 20109 (Ausstattung) bildet sie das normative Gerüst für ortsfeste Dolmetschplätze.
Relevanz im Themenbereich
Für jeden festen Konferenzraum mit Dolmetschbedarf ist ISO 2603 der Maßstab. Sie unterscheidet die professionell geplante Kabine vom akustisch ungeeigneten Einbau.
Praxisbeispiel
Ein Kongresszentrum baut zwei feste Dolmetschkabinen ein. Architekt und Akustiker planen Maße, Dämmung und Sichtlinien nach ISO 2603 – damit beide Kabinen normgerecht und dauerhaft nutzbar sind.
Verwandte Begriffe
Dolmetschkabine, ISO 4043, ISO 20108, ISO 20109, Schalldämmung