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ISO 20109 – Equipment Simultandolmetschen

Kurze Definition

ISO 20109:2016 legt die Anforderungen an die Ausstattung für das Simultandolmetschen fest – Dolmetschpulte, Mikrofone, Kopfhörer und zugehörige Technik.

Ausführliche Erklärung

Während ISO 20108 die Signalqualität beschreibt, regelt ISO 20109 die Geräte, die diese Qualität liefern und nutzen. Die Norm („Equipment – Requirements") richtet sich an Hersteller, Verleiher und technisches Personal. Sie macht Vorgaben zu Klangtreue des Gesamtsystems, zu Funktionen und Maßen der Dolmetschpulte sowie zu Kopfhörern und Mikrofonen der Dolmetscher.

Ein wichtiger Aspekt ist der Gehörschutz: Pulte und Kopfhörer müssen die Dolmetscher vor plötzlichen, schädlichen Lautstärkespitzen bewahren – ein Berufsschutzthema, weil Dolmetscher den ganzen Tag über Kopfhörer arbeiten. Anhänge der Norm behandeln zudem Barrierefreiheit und Kabinenmobiliar. ISO 20109 wirkt nur im Zusammenspiel: Erst mit ISO 20108 (Qualität) und ISO 2603/4043 (Kabinen) ergibt sich das vollständige Anforderungsbild.

Relevanz im Themenbereich

Diese Norm steht hinter der Frage „Ist die Ausstattung gut genug?". Sie sichert nicht nur die Tonqualität, sondern auch die Gesundheit der Dolmetscher.

Praxisbeispiel

Ein Verleiher wählt für eine Konferenz Dolmetschpulte mit Gehörschutzbegrenzung nach ISO 20109 – damit ein unerwartetes Mikrofon-Feedback die Dolmetscher nicht schädigen kann.

Verwandte Begriffe

ISO 20108, Dolmetschpult, Dolmetscheranlage, ISO 2603, ISO 4043