Kurze Definition
Eine Infrarotanlage ist ein drahtloses Übertragungssystem, das Audiosignale per Infrarotlicht überträgt – die technische Grundlage für die Sprachverteilung beim Simultandolmetschen.
Ausführliche Erklärung
Der Begriff Infrarotanlage beschreibt das Übertragungsverfahren allgemein, unabhängig vom konkreten Einsatzzweck. Kernkomponenten sind Sender/Modulator, Infrarotstrahler und Empfänger. Das Prinzip ist dasselbe wie bei der Infrarot-Dolmetscheranlage: Ton wird in moduliertes Infrarotlicht umgesetzt, im Raum verteilt und am Empfänger zurückgewandelt.
Die typischen Eigenschaften: raumgebunden (Licht durchdringt keine Wände), dadurch abhörsicher und frei von Funkstörungen, aber abhängig von Sichtverbindung und empfindlich gegen starkes Fremdlicht. Eingesetzt wird die Technik überall dort, wo Audiosignale – meist mehrere Kanäle gleichzeitig – innerhalb eines Raumes drahtlos verteilt werden sollen. Im Dolmetschkontext ist die Infrarotanlage damit die Basistechnik, auf der die Infrarot-Dolmetscheranlage und die Mehrkanalverteilung aufsetzen.
Relevanz im Themenbereich
Die Infrarotanlage ist das Fundament der raumgebundenen, abhörsicheren Sprachverteilung. Wer ihre Eigenschaften kennt, plant Strahleranzahl und Platzierung richtig.
Praxisbeispiel
Für einen Vorstandsworkshop wird eine Infrarotanlage gewählt, gerade weil das Signal den Raum nicht verlässt – vertrauliche Inhalte bleiben physikalisch im Raum.
Verwandte Begriffe
Infrarot-Dolmetscheranlage, Übertragungstechnik, Mehrkanalanlage, Empfänger (Konferenzempfänger), Dolmetscheranlage