Kurze Definition
In-Ear-Monitoring (IEM) ist ein kabelloses Monitorsystem, bei dem Musiker oder Moderatoren ihren persönlichen Mix über Im-Ohr-Hörer empfangen – anstelle von klassischen Bühnenlautsprechern. Es bietet höhere Klangqualität, weniger Bühnengeräusch und Gehörschutz.
Ausführliche Erklärung
Ein IEM-System besteht aus einem Sender am Mischpult, einem Bodypack-Empfänger am Körper des Künstlers und einem Paar In-Ear-Hörern. Im Gegensatz zu Bühnenlautsprechern erzeugt IEM keine Rückkopplungsgefahr und keinen zusätzlichen Schallpegel auf der Bühne.
Professionelle Systeme arbeiten im UHF-Band und bieten Stereo-Übertragung für einen räumlichen Mix. Custom-Molded In-Ears bieten optimale Passform und Außengeräuschdämmung von bis zu 26 dB. Das IEM-Management bei mehrteiligen Produktionen erfordert einen dedizierten Monitor-Engineer, der für jeden Künstler einen individuellen Mix erstellt. Auch für Moderatoren und Redner gewinnt IEM an Bedeutung, da es diskrete Kommunikation und Gehörschutz kombiniert.
Relevanz im Themenbereich
In-Ear-Monitoring hat die Bühnentechnik grundlegend verändert. Es ermöglicht sauberere Bühnenakustik und besseren Gehörschutz und ist für hochwertige Live-Produktionen heute Standard.
Praxisbeispiel
Bei einem Unternehmensevent mit Live-Band erhalten alle vier Musiker und der Moderator individuelle IEM-Systeme. Ein Monitor-Engineer erstellt fünf verschiedene Mixes an einem separaten Digitalpult – die Bühne bleibt dadurch frei von Wedge-Lautsprechern.
Verwandte Begriffe
Monitor (Audio)/Bühnenmonitor, Mischpult, Funkmikrofon