Kurze Definition
Ein Equalizer verändert gezielt den Frequenzgang eines Audiosignals – bestimmte Frequenzbereiche werden angehoben oder abgesenkt, um Klangfarbe, Sprachverständlichkeit oder Raumakustik zu optimieren.
Ausführliche Erklärung
Equalizer kommen in zwei Hauptkontexten zum Einsatz: als Kanal-EQ im Mischpult zur klanglichen Gestaltung einzelner Signalquellen und als System-EQ zur Einmessung der gesamten Beschallungsanlage. Für die Systemeinmessung werden parametrische oder grafische EQs mit 31 Bändern eingesetzt.
Parametrische EQs bieten für jedes Band einstellbare Mittenfrequenz, Bandbreite und Pegel und ermöglichen präzise Eingriffe – etwa das gezielte Absenken einer Rückkopplungsfrequenz. Grafische EQs mit festen Bändern sind intuitiver, aber weniger präzise. Moderne Digitalpulte verfügen über vollparametrische EQs auf jedem Kanal; die Systemeinmessung erfolgt auf Basis von Impulsmessungen mit spezieller Software.
Relevanz im Themenbereich
Der Equalizer ist das wichtigste Werkzeug zur Klanggestaltung und Systemoptimierung. Ohne korrekte EQ-Arbeit klingt auch das hochwertigste Lautsprechersystem unausgewogen oder neigt zu Rückkopplungen.
Praxisbeispiel
Bei der Einmessung einer Anlage für eine Kongressveranstaltung misst der Tontechniker den Frequenzgang am Hörplatz. Mit einem 31-Band-EQ gleicht er Einbrüche bei 315 Hz und eine Überhöhung bei 4 kHz aus – das Ergebnis ist ein gleichmäßiger Frequenzgang von 80 Hz bis 12 kHz.
Verwandte Begriffe
Mischpult, Digitalpult, Beschallungstechnik