Kurze Definition
DSL, VDSL und Glasfaser bezeichnen verschiedene Technologien zur Breitband-Internetanbindung von Veranstaltungsorten. Sie sind die Basis für Livestreaming, Videokonferenz, Cloud-Dienste und hybride Eventformate.
Ausführliche Erklärung
DSL überträgt Daten über herkömmliche Kupfer-Telefonleitungen mit Downstream-Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s (ADSL2+) bzw. bis zu 100 Mbit/s (VDSL2). VDSL2-Vectoring erreicht in günstiger Entfernung zur Vermittlungsstelle bis zu 250 Mbit/s. Glasfaser bietet symmetrische Bandbreiten von 100 Mbit/s bis zu 10 Gbit/s und ist die zukunftssichere Lösung für bandbreitenintensive Events.
Für professionelle Veranstaltungen ist die verfügbare Upload-Bandbreite entscheidend: Full-HD-Livestreams benötigen 8–15 Mbit/s Upload, 4K-Streams 25–50 Mbit/s. Bei mehreren parallelen Streams und Cloud-Diensten summiert sich der Bedarf schnell auf 100 Mbit/s und mehr. An Orten ohne ausreichende Festnetzanbindung kommt 4G/5G-Bonding zum Einsatz. Für Events sollte die Anbindung idealerweise dediziert und mit SLA versehen sein; redundante Verbindungen über verschiedene Technologien sind bei professionellen Produktionen Standard.
Relevanz im Themenbereich
Die Internetanbindung des Veranstaltungsortes ist einer der häufigsten technischen Engpässe bei hybriden Events. Eine frühzeitige Klärung der Netzwerkinfrastruktur ist für jeden Eventplaner Pflicht.
Praxisbeispiel
Für eine hybride Investorenkonferenz wird die vorhandene VDSL-Leitung durch eine temporäre Glasfaserleitung mit 500 Mbit/s symmetrisch ergänzt. Ein LTE-Bonding-System mit vier SIM-Karten dient als Backup; alle Verbindungen werden 48 Stunden vor dem Event getestet.
Verwandte Begriffe
Netzwerk & IT, Livestreaming, Hybrid Event Technik, Bandbreite