Kurze Definition
Funkmikrofone übertragen Audiosignale kabellos per Funk von Sender zu Empfänger. Sie bieten Bewegungsfreiheit für Redner und Performer und sind aus der modernen Veranstaltungstechnik nicht wegzudenken.
Ausführliche Erklärung
Ein Funkmikrofon-System besteht aus einem Sender – Taschensender mit Lavalier- oder Headset-Mikrofon, oder Handsender mit integriertem Mikrofon – und einem stationären Empfänger, der das Signal an das Mischpult weitergibt. Die Übertragung erfolgt im UHF-Band oder im 2,4-GHz-Band. In Deutschland ist die Nutzung von Funkfrequenzen reguliert; seit der Digitalen Dividende sind bestimmte UHF-Bereiche für Veranstaltungen nicht mehr nutzbar.
Qualitätsentscheidend sind Übertragungsqualität, Reichweite, Latenz und Frequenzstabilität. Professionelle Systeme bieten frequenzflexiblen Betrieb, Intermodulations-Berechnung für störungsfreie Multi-Channel-Setups und Verschlüsselung. Bei Events mit vielen parallelen Kanälen ist professionelle Frequenzkoordination mit spezieller Software zwingend erforderlich; Antennen-Splitter und -Verstärker optimieren den Empfang in großen Räumen.
Relevanz im Themenbereich
Funkmikrofone sind das meistgenutzte Mikrofonierungswerkzeug bei Veranstaltungen. Ihre Zuverlässigkeit ist kritisch – ein Ausfall während einer Keynote fällt sofort auf.
Praxisbeispiel
Für eine Award-Show mit zwölf moderierten Beiträgen werden acht Handmikrofone und vier Lavaliersender eingesetzt. Die Frequenzkoordination erfolgt vorab per Software; alle Frequenzen werden am Veranstaltungstag vor Ort gemessen, zwei Reserve-Sender stehen auf Standby.
Verwandte Begriffe
Mikrofon, Mischpult, In-Ear-Monitoring