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Dolmetscherjargon

Kurze Definition

Als Dolmetscherjargon bezeichnet man die berufsspezifische Fachsprache von Konferenzdolmetschern – ein Vokabular aus Abkürzungen, Fachbegriffen und Insiderbegriffen, das im Berufsalltag selbstverständlich verwendet wird.

Ausführliche Erklärung

Wer zum ersten Mal mit einem erfahrenen Konferenzdolmetscher zusammenarbeitet, hört schnell Begriffe, die erklärungsbedürftig sind. A-, B- und C-Sprache, Relay, Boothmate, Chuchotage, Retour – der Dolmetscherjargon ist reich und präzise. Er hat sich über Jahrzehnte internationaler Konferenzpraxis herausgebildet und spiegelt die spezifischen Arbeitsrealitäten des Berufs wider.

Einige Begriffe sind rein technisch: „Relay" beschreibt den Relaisbetrieb, bei dem ein Dolmetscher auf die Übertragung eines Kollegen aufbaut. „Boothmate" ist der Kabinenkollege, mit dem man sich beim Simultandolmetschen abwechselt. „Retour" bezeichnet das Dolmetschen in die Fremdsprache – also entgegen der üblichen Richtung.

Andere Begriffe sind eher informell: „Booth panic" für den Moment, wenn ein Redner viel zu schnell spricht oder vom vorbereiteten Text massiv abweicht. „Speed merchant" für Redner, die ihre Präsentation im Eiltempo abarbeiten. Für Technikdienstleister und Veranstalter ist ein Grundverständnis des Dolmetscherjargons hilfreich – es erleichtert die Zusammenarbeit und verhindert Missverständnisse bei der Planung.

Relevanz im Themenbereich

Wer den Jargon kennt, kommuniziert schneller und präziser mit dem Dolmetscherteam. Das spart Zeit bei Briefings und verhindert Missverständnisse beim Aufbau.

Praxisbeispiel

Ein Veranstaltungstechniker hört beim Aufbau, dass die Dolmetscher „Relay aus der Englischkabine" brauchen. Er weiß: Die Kabinen müssen so verkabelt werden, dass die englische Übertragung als Ausgangssignal für die Weiterübersetzung in andere Sprachen genutzt werden kann.

Verwandte Begriffe

Relaisbetrieb, Simultandolmetschen, A-Sprache, B-Sprache, Dolmetscherarten, Dolmetschkabine