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DIN EN ISO 20109

Kurze Definition

Die DIN EN ISO 20109 ist die internationale Norm für Ausrüstung beim Simultandolmetschen – sie legt technische Mindestanforderungen an Dolmetschanlagen und deren Komponenten fest.

Ausführliche Erklärung

Normen sind keine trockene Bürokratie – sie sind das Rückgrat professioneller Qualitätssicherung. Die DIN EN ISO 20109 definiert, welche technischen Anforderungen Dolmetschanlagen erfüllen müssen: Audioqualität, Kanalanzahl, Bedienpultfunktionen, Übertragungswege und die Anforderungen an Dolmetschpulte in den Kabinen.

Die Norm gilt für alle Arten von Übertragungssystemen – Infrarot, Funk, kabelgebundene Systeme – und macht Qualitätsanforderungen messbar. Sie ist eng verzahnt mit der ISO 2603 (ortsfeste Dolmetschkabinen) und der ISO 4043 (transportable Kabinen), die Anforderungen an den baulichen Rahmen definieren.

Für Technikdienstleister, die professionelle Dolmetschanlagen vermieten oder betreiben, ist die Kenntnis dieser Norm Pflicht. Sie schützt die Dolmetscher, sichert die Qualität der Verdolmetschung und ist in öffentlichen Ausschreibungen oft als Mindestanforderung genannt.

Relevanz im Themenbereich

Die DIN EN ISO 20109 ist der technische Qualitätsstandard für Simultananlagen. Wer professionell arbeitet, kennt sie – und hält sie ein.

Praxisbeispiel

Ein öffentlicher Auftraggeber schreibt die Ausstattung einer mehrsprachigen Konferenz aus und verlangt in den Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich normkonforme Anlagen nach DIN EN ISO 20109. Anbieter müssen die Konformität ihrer Systeme nachweisen.

Verwandte Begriffe

ISO 2603, ISO 4043, ISO 20108, Simultananlage, Dolmetschkabine, Dolmetschpult