kontakt@the-cue.group 0800 011 0012
Vermietung

Aktive Sprache

Kurze Definition

Als aktive Sprache bezeichnet man im Dolmetschen jede Sprache, in die ein Dolmetscher aktiv – also produktiv und sprachlich souverän – dolmetscht.

Ausführliche Erklärung

Die Unterscheidung zwischen aktiver und passiver Sprache ist fundamental für die Arbeitsweise von Konferenzdolmetschern. Eine aktive Sprache ist eine Sprache, in der der Dolmetscher nicht nur versteht, sondern auch flüssig, präzise und stilsicher formulieren kann. In der Regel umfasst das die A-Sprache (Muttersprache) und gegebenenfalls die B-Sprache.

Diese Kategorisierung hat direkten Einfluss auf die Aufgabenverteilung in einer Dolmetschkabine. Wer eine Sprache nur passiv beherrscht – also versteht, aber nicht sicher in sie hinein dolmetscht – wird diese nicht als Zielsprache einsetzen. Das schützt die Qualität der Verdolmetschung.

Bei der Planung mehrsprachiger Konferenzen ist die genaue Kenntnis der aktiven Sprachen aller eingesetzten Dolmetscher entscheidend. Sie bestimmt, welche Sprachkombinationen abgedeckt werden können, wie viele Kabinen nötig sind und ob Relaisbetrieb erforderlich wird.

Relevanz im Themenbereich

Die aktive Sprache ist ein zentrales Planungskriterium für mehrsprachige Veranstaltungen. Sie beeinflusst Teamgröße, Kabinenanzahl und Übertragungstechnik.

Praxisbeispiel

Ein Dolmetscher mit A-Sprache Deutsch und B-Sprache Englisch hat zwei aktive Sprachen. Er dolmetscht aus dem Französischen (passive Sprache) ins Deutsche und Englische – nicht jedoch ins Französische.

Verwandte Begriffe

A-Sprache, B-Sprache, Passive Sprache, C-Sprache, Simultandolmetschen, Relaisbetrieb